Hochhäuser in München II: Anforderungen an eine Hochhausbebauung

  1. Die FDP München befürwortet die Grundgedanken des aktuellen Entwurfs der Münchner Hochhausstudie.
  2. Wir befürworten Hochhäuser an den richtigen Stellen der Stadt. Hierzu gibt die Hochhausstudie wichtige Leitlinien vor. Insbesondere entlang der Gleiskörper (Hauptbahnhof – Pasing), der A 94 (Berg am Laim – Messe) sowie am Frankfurter Ring sehen wir großes Potential (Zone IV der Hochhausstudie).
  3. Hochhäuser sollen nicht alleine für sich stehen, sondern in Konglomeraten stadträumliche Gesten ausbilden. Dabei wird die Stadtsilhouette stadtbildprägend gestaltet.
  4. Ein herausragender architektonischer Anspruch ist für uns selbstverständlich. Er bezieht sich u.a. auf die stadträumliche Figur, die Proportionen, die Qualität und Materialität der Fassade.
  5. Eine regulatorische Vorgabe für eine öffentliche Nutzung ist nicht notwendig. Sie ist aber, auch auf Grund einer höheren Akzeptanz, wünschenswert.
  6. Neben dem architektonischen Anspruch ist auf klimatische Resilienz zu achten. Fassaden- und Dachbegrünung werden bei modernen Hochhäusern mitgedacht. Auch mikroklimatische Auswirkungen z.B. auf Frischluftschneisen, Fallwinde etc. sind selbstverständlich zu berücksichtigen.
  7. Moderne Hochhäuser bieten eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel und ggf. auch Hotelnutzung. Dabei kann sich die Mischnutzung sowohl bei einem Konglomerat als auch innerhalb eines Gebäudes abbilden.
  8. Hochhäuser können nur an Orten entstehen, die gut erschlossen und angebunden sind. Orte, die bisher schlecht erschlossen sind, fallen als Hochhausstandorte nicht weg, sondern müssen vor der Realisation der Bebauung infrastrukturell durch die LHM erschlossen werden.